Neue Trainingssituation im Oschatzer Turnverein

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Unzufrieden mit der neue Trainingssituation im Oschatzer Turnverein!

30 Jahre durfte der Oschatzer Turnverein ein Viertel der notwendigen Turngeräte an Ort und Stelle aufgebaut stehen lassen. Dabei waren sie schon so reduziert, dass das Spielfeld für den Schulsport freigehalten wurde. Doch aufgrund neuer Sicherheitsvorschriften des TÜV herrscht nun eine neue Trainingssituation in der Turnhalle der Grundschule Collmblick, denn ab sofort müssen alle Geräte komplett weggeräumt werden. Die altbekannte Akkrobahn wurde an die Hinterwand der Halle verlagert und darf als einziges Turngerät dauerhaft liegen bleiben. Die Balken sowie der Barren dürfen davor gelagert werden und der ganze Rest muss in den Geräteräume eingestapelt werden. Dabei war leider nötig den schönen Fitnessraum aufzugeben und die Fitnessgeräte in einer Garage zu lagern und dort vermutlich „versauern“ zu lassen.

Die Meinungen zu dieser neuen Situation gehen wie vermutet nicht sehr weit auseinander:

„Die Akkromatte an dem neuen Platz passt nicht so richtig, da die Wand am Ende der Matte eine hohe Unfallgefahr darstellt und sehr irritiert. Außerdem befindet sich die Matte jetzt nicht mehr zentral in der Halle und die Jungen können die Matte weniger in ihrem Training nutzen, da sie in der Hallenhälfte aufgebaut ist, in der die Mädchen trainieren“, so die Meinung der Familie Roitzsch. Anna-Lena Schwarze erklärte: „Durch diesen täglichen Auf- und Abbau geht enorm viel Trainingszeit verloren. Wir müssen immer eine halbe Stunde eher mit dem Training aufhören, um alle Geräte, Matten, Hocker sowie Bänke an Ort und Stelle zu räumen. Das ist auf Dauer sehr nervig!“. Anne-Marie Kühne sagte: „Gleich nach der Anweisung, die Halle umzubauen, gingen Vereinsmitglieder und Helfer an die Arbeit, doch der versprochene Container für aussortierte Matten war nicht vorhanden. Ebenfalls mussten wir noch mehrere Wochen auf die, bei der Stadt beantragten, Transportwagen warten, sodass wir alle Geräte weg tragen mussten.“ Viele der Turner und Turnerinnen schließen sich diesen Meinungen an, ebenso wie der von Jenny Benker. „Marion muss jeden Tag, bevor das Training beginnt, alle Geräte größtenteils Selbst aufbauen, denn mit 5 und 6 jährigen Kindern ist es nicht möglich schwere Matten und die Balken zu transportieren. Weil der Balken so schwer ist, hat sie sich ihn sogar schon auf den Fuß gestellt und verletzt.“ Maxi Mehler schließt sich an und erklärt: „So wie die Geräte jetzt aufgebaut werden, herrscht eine viel größere Unfallgefahr als vorher. Denn jetzt stehen die Geräte so eng beieinander, dass wenn jemand von dem Balken fällt fast auf den, direkt daneben stehenden, Balken fallen würde.“ Marion Weidemanns Fazit zu den jetzigen Trainingsbedingungen ist: „In einer Zeit, in der andere Vereine mit kleinen Schritten ihre materiellen und technischen Bedingungen verbessern, gehen wir als OTV fünf Schritte zurück!“ Ich schließe mich all diesen Meinungen ebenfalls an und ich bin mir sicher: zufrieden kann keiner sein.

Letztendlich sind sich alle in einem Punkt einig. Die jetzige Situation ist keine dauerhafte Lösung, denn jedes Vereinsmitglied muss auf seine eigene Art und Weise darunter leiden. Wir danken allen Beteiligten, die bei diesen abrupten Änderungen geholfen und unterstütz haben.

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